Mediation – Tatort: Schule

Die Auseinandersetzung

Heftigst ging`s da eben zur Sache! Große kräftige 15-Jährige haben sich geprügelt, beschimpft und anschließend den halben Klassenraum demoliert.

Und nun?! Erstmal trennen.

Dann?!

Ja, dann kommt der ganze Ablauf wie gehabt: Info Klassenlehrer, Schulleitung, Eltern.
Wenn`s gut geht Gespräche mit der Vertrauenslehrerin, dem Vertrauenslehrer. Als schnelle Reaktion vielleicht Ausschluss aus dem Unterricht. Klassenkonferenz, Sanktionen.

So, und nun?!

Jetzt ersteinmal wieder runterkommen von der großen Aufregung.

Geht nicht. Da ist ja noch die Drohung “Das ist unfair! Ich komme wieder. Mit meinen Freunden. Ich werd´s Euch zeigen…!”

Ohnmachtsgefühle auf allen Seiten.

Der Lösungsansatz

In diesen und auch weniger heftigen Fällen ist es so wichtig, im Gespräch mit den Beteiligten (und nicht nur wie in diesem Fall mit dem vermeintlichen “Übeltäter”) herauszufinden, worum es eigentlich wirklich ging und geht.Und genau dazu kommt es häufig in der Schule nicht. Und so kann es sein, dass schon ein nichtiger neuer Anlass diesen ungeklärten Konflikt wieder “hochkocht”.

Das Stichwort ist Mediation – einvernehmliche Konfliktbearbeitung und Suche nach Lösungen mittels eines allparteilichen, in der Regel von außen kommenden Dritten. Oft reichen 2-3 Gespräche und ein für alle akzeptabler, verbindlicher Weg ist gefunden.

Und die dabei entstehenden Kosten? Sollten von der Schule übernommen werden. Die zur Verbesserung der Sozialkompetenz zur Verfügung stehenden Mittel sind für solche nachhaltigen Interventionen sicher gut angelegt.